Museum Miltenberg Themenführung Römer

 

 

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Museumsführung Thema Römer

 

Funde aus zwei Kastellen belegen die Bedeutung der römischen Kultur für den Raum Miltenberg. Darunter befindet sich der rätselhafte Toutonenstein, Werkzeuge, Keramik, Glas, Münzen und Schmuck. In der Ausstellung ist an einem Beispiel des Kastellbades die effektive Heiztechnik dargestellt.

Wer waren die Soldaten? Welche Aufgaben hatten sie hier und wie lebten sie hier? Was haben die Römer uns hinterlassen? Die Antworten und noch vieles mehr erfahren Sie bei dieser Führung.

Information zur Museumsführung Miltenberg Thema Römer

Dauer Preis* Hinweis
Aktuell biete ich keine Museumsführungen in Miltenberg mehr an.
Alternativ kann ich Ihnen eine Museumsführung im Heimatmuseum Bürgstadt anbieten.


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Museum Miltenberg

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Geschichte des Hauses: Eines der schönsten Fach- werkhäuser Miltenbergs beherbergt die Samm- lungen des städtischen Museums. Der nach außen sichtbare Glanz des Ge- bäudes spiegelt sich auch im Inneren wider.
Während der behutsamen und aufwändigen Restau- rierung konnten an vielen Stellen im Haus vormals verborgene Kostbarkei- ten freigelegt werden. Sie unterstreichen die frühere Bedeutung der ehema- ligen Amtskellerei. Sowohl seine bauhistorische als auch die funktionsge- schichtliche Beschreibung begleiten den Besucher durch das ganze Haus mit Texten, Objekten und Hörbeispielen.

Die Römerzeit: Nur rund 100 Jahre dauerte die "römische" Zeit Miltenbergs, die je- doch bleibende und bedeutende Spuren hin- terließ. Schon beim Bau der Eisenbahn 1875 schnitt man das größere der beiden Miltenberger Kastelle an. Aber erst nach einer mehrjährigen Grabungskampagne zwi- schen 1970 und 1976 gab die Erde weitere Geheimnisse der römi- schen Zeit Miltenbergs mit wichtigen Funden frei. Ein beachtlicher Teil davon ist - thematisch aufbereitet - im Mu- seum zu sehen. Auf anderthalb Stockwerken präsentieren sich all die eindrucksvollen Stücke, die während der letzten anderthalb Jahrhunder- ten aus der Miltenber- ger Erde geborgen oder auch systematisch er- graben wurden: Vikto- riasäule, Inschriften- und Weihesteine, Mün- zen, Werkzeuge, Waffen und Keramik.

Miltenberg entsteht: Nach Aufgabe des Limes in der Mitte des 3. Jahrhunderts sie- delte auf dem ehemals römischen Kastellareal eine kleine Bevölke- rungsgruppe. Im 12. Jahrhundert erfolgte die Gründung des pfalzgräflichen "Oppi- dum Walehusen", das 1238/ 40 der Mainzer Erzbischof Siegfried III. zugunsten seiner eige- nen Stadtgründung zerstören ließ. Diese Siedlungskontinuität von der Römerzeit übers Früh- bis zum Hochmittelalter belegt u. a. die Wiederver- wendung römischer Ar- chitekturteile.
1237 erstmals urkund- lich erwähnt, nahm die an einer wichtigen Handelsstraße gelege- ne Stadt Miltenberg einen raschen Auf- schwung und erreichte im 14. und 15. Jahr- hundert den Zenit ihrer wirtschaftlichen und künstlerischen Blüte. Ausdruck dafür sind die Kunstwerke aus der Werkstatt des Meisters der sogenannten Drei- königsgruppe: Schöne Madonna, Wappenrelief und Münzmännlein.

Glaubenssache: Bereits wenige Jahr- zehnte nach der ersten urkundlichen Erwäh- nung der Stadt im Jahre 1237 etablierte sich eine jüdische Gemeinde und baute eine Syna- goge, die zu den ältesten, noch im origi- nalen Mauerwerk erhal- tenen Synagogen Euro- pas gehört.
Glanzpunkte der Aus- stellung sind der ori- ginale Toragiebel, der Trägerstein der mosai- schen Gesetze, aus der mittelalterlichen Sy- nagoge und ein sehr seltener Omerkalender aus dem 19. Jahrhun- dert. Omer bezeichnet den Zeitraum zwischen dem Pessachfest und dem Schawuot, dem Fest der Erstlingsfrüch- te und der Erinnerung an die Erwählung. Der Text der Pergamentrol- le hilft beim Omerzäh- len nach dem Abend- gottesdienst. Als der ehemalige Vorsitzen- de des Zentralrates der Juden in Deutschland Ignatz Bubis anlässlich eines Museumsbesuchs dieses seltene Stück sah, vermerkte er im Besucherbuch: "Um die- sen Kalender beneide ich Sie."

Obwohl Miltenberg zur größten Siedlung am südwestlichen Mainvier- eck heranwuchs, war es lange Zeit keine eigenständige Pfarrei, sondern gehörte zur Mutterpfarrei des älte- ren, aber kleineren Ortes Bürgstadt. Als treibende Kraft für die Selbstständigkeit reiste Amtskeller Friedrich Weygandt mehrmals nach Mainz. Am 29. April 1522 schließlich wurde die Stadt von der Mutterpfarrei los- gelöst. Das erste Pfarr- amt bestzte Dr. Johan- nes Drach, der als enger Freund Martin Luthers wegen seiner Anhängerschaft zur lu- therischen Reform auf Weisung des Mainzer Erzbischofs Albrecht von Brandenburg Mil- tenberg bereits nach einem Jahr wieder ver- lassen musste. Ein Kupferstich von Dürer zeigt den "großen Kar- dinal" in seinem 34. Lebensjahr.
Augenfällige Zeugnisse für die Zeit der Gegen- reformation sind eine steinerne Christusplas- tik, eine Öltafel mit Kreuzigungsszene und reichbemalte Glasfen- ster. Der privaten Andacht ist ein eigener Raum gewidmet, der eine informative und bunte Palette mittler- weile fast vergessener Gegenstände zeigt, mit denen unsere Vorfah- ren ganz selbstver- ständlich ihre Wohnun- gen schmückten: Kruzi- fixe, Heiligenbilder, Klo- sterarbeiten, Hinter- glasbilder, Kleinplasti- ken und Memento Mori.

Vom Alltag: Fischerei und Schifffahrt waren zwei der wichtigsten Erwerbszweige der Milten- berger bis ins zwanzigste Jahrhundert. Vom Wurfgarn über das Stellnetz bis hin zu den "verbotenen Fangwerkzeugen" der Fischer erfährt der Besucher alles Wissens- werte über diesen Berufszweig. In einem Hörbild erzählt ein alter Miltenberger, auf welch wundersame Weise der letzte hölzerne Nachen des Untermains ins Museum kam, der neben einem Einbaum aus dem frühen 14. Jahrhundert die Raumszenerie der Fischereiabteilung beherrscht.
Nicht nur die Fischerei- und Schifferabteilung vergegenwärtigen den oft mühsamen und entbehrungsreichen Alltag unserer Vorfahren, sondern auch ein weiteres Hörbild, worin der 1905 geborene Heinrich Berdami aus seiner Jugend als Sohn des letzten Miltenberger Hafner erzählt, sowie eine ausgewählte Studiensammlung zu Keramik, Steinzeug und Glas.

Spielzeugsammlung: Die Spielzeugsammlung ist eine der schönsten und wichtigsten Spezialsamm-lungen des Museums. Dipl.-Ing. Roland Schildhauer hat 2007 seine in über 60 Jahren zusammengetragenen Dampf-maschinen, Eisenbahnen und Baukästen dem Museum der Stadt Miltenberg als Stiftung übereignet.
300 Baukästen, 70 Dampfmaschinen sowie mehr als 500 Schienenfahrzeuge und Zubehör können aufgrund der kleinen und engen Raumstrukturen der Gebäude in der Museumserweiterung nicht als Spielparadies präsentiert werden. Die Austellung bietet jedoch einen umfassenden Überblick der Entwicklung von Spielzeug von den Anfängen im frühen 19. Jahrhundert bis heute.

Der Baukasten-Raum erweckt auf den ersten Blick den Eindruck, als wären die Vitrinen wie Spielwürfel in das Zimmer geworfen. In den Glasstürzen der Vitrinen kann man die aufgebauten Gebilde und Fahrzeuge aus Holz, Steinersatzmasse und Metall bewundern. In den Unterbauten der Vitrinen können die Baukästeninhalte sowie die kunstvoll gestalteten Deckelbilder betrachtet werden. Die Rückwände und Unterbauten zeigen die Grundmuster der Fröbelschen Baukästen, Kugel, Würfel und Walze. Friedrich Fröbel (1782 - 1852) gilt als einer Entdecker pädagogisch sinnvollen Spielzeugs.

Bayerische Zeit: Das Jahr 1816 markiert einen gravierenden Einschnitt in der Miltenberger Geschichte. Die Stadt Miltenberg gehörte rund 600 Jahre zum Mainzer Erzstift, das im Verlauf der napoleonischen Kriege 1803 aufgelöst wurde. Im Grenzbereich mehrerer neu entstandener Staaten gelegen wechselten binnen weniger Jahre mehrfach die Landesherren: zunächst lag die Stadt am äußersten Nordrand des neuen Fürstentums Leiningen und mit dessen Mediatisierung 1806 an der Grenze des Großherzogtums Baden, um 1810 zu Hessen-Darmstadt und 1816 zum Königreich Bayern zu wechseln. Durch diese Grenzlage geriet Miltenberg im 19. Jahrhundert ins Abseits der wirtschaftlichen Entwicklung.


Die sehr persönlichen Auswirkungen der gravierenden Veränderungen um 1800 zeigt das Schichsal des Bildhauers Joseph Bonaventura Berg (1770 - 1836). Er kam Ende des 18. Jahr- hunderts aus Nürnberg, um die abschließenden Bildhauerarbeiten für die Amorbacher Klosterbiblio- thek auszuführen. Nach der Auflösung des Klos- ters 1803 erhoffte er sich vergeblich Aufträge von den Nachfolgern, dem Fürstenhaus Leiningen. Nachdem er sich zu- nächst mit allerlei Aus- besserungsarbeiten und kleineren Schnitzaufträ- gen durchgeschlagene hatte, fertigte er im Auftrag der Eisengießerei Reubold Ofenplatten- model an.
Das Museum zeigt einen Jahreszeitenzyklus mit liebenswerten Details zu Arbeit und Bekleidung im frühen 19. Jahrhundert.

Um der verbreiteten Unzufriedenheitder "Neubayern" zu begegnen und die bayerische Identität zu fördern, verordneten die Monarchen des jungen Königreiches nicht nur umfassende Verwaltungsreformen, sondern auch die Gründung von Landwehrkapellen, die eine "Belebung des Sinnes für Musik im Volk" bewirken sollten. Als Vorbild für Organisation, Instrumentarium und Repertoire dienten die Regimentsmusiken. Zu Begin des 19. Jahrhunderts spielten die Landwehrkapellen überwiegend in der Besetzung der "Türkischen Musik" oder Janitscharenkapellen mit Trommeln, Pauken, Klingspielen und Blasinstrumenten. Im Museum vermittelt die Inszenierung einer Landwehrkapelle vor einer Fototapete eine exakte Vorstellung von der Instrumentierung einer solchen Musikgruppe. 

Galerie: In den obersten Stockwerken der beiden 2006 renovierten und dem Museum eingegliederten Gebäude Nr. 173 und 175 befindet sich die Galerie des Museums.
Die im wahrsten Sinne des Wortes malerische Altstadt Miltenbergs und hier besonders der historische Marktplatz, das Schnatterloch, erfreute sich schon im 19. Jahrundert großer Beliebtheit - nicht nur bei einheimischen Künstlern. Hervorzuheben sind Bilder des badischen Landschaftsmalers Karl Weysser, der in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts im Stile Spitzwegs sehr detailliert Gebäude und Szenen aus Miltenberg dargestellt hat. Der Amorbacher Künstler Oskar Martin hat sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Miltenberger Ansichten zum Thema gewählt.

Neben dem in Miltenberg geborenen Philipp Wirth, dem ein Raum in der Daueraustellung gewidmet ist, haben sich viele Künstler das romantische Miltenberg als Wohnort gewählt und hier gearbeitet beziehungs- weise ihren Lebensabend verbracht. In der Galerie ist das Werk von Jakob Fischer-Rhein, der im 2. Weltkrieg nach Miltenberg kam, vertreten. Hannes Liederley ein bekannter Maler von Jagd- und Tiermotiven lebte hier bis in 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Besonders stolz ist das Museum auf den Besitz einiger Bilder des Malers Rudolf Hirth - du Frênes, der dem engeren Leibl-Kreis in München angehörte.
Alle genannten Künstler erhielten ihre künstlerische Ausbildung an so bekannten deutschen Kunst- akademien wie Karlsruhe, Dresden, Düsseldorf und München.

Quelle: Museum Miltenberg

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